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Mittwoch, 21. Dezember 2011

Antennentuner DU-1500 L von HA8DU

Antennen

Seit ein paar Tagen ist meine Station wieder ein Stück größer geworden und das, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachdem ich nun schon bald drei Jahre von einer soliden HF- PA träume, ist mit dem entsprechenden Anpassgerät der Grundstein gelegt worden. Da ich mich nicht so sehr für Röhren begeistern kann, ist meine Wahl schon recht sicher auf die Transistor Endstufen von RF-Power gefallen, welche klein, leicht und sehr gut gebaut sein sollen. Hierfür ist natürlich ein vernünftiges Anpassnetzwerk Pflicht.

Den Tuner habe ich von Ralf, DL3JJ, welcher derzeit leider seinen tollen Shop auflöst. Bisher hatte ich immer Tuner in T Schaltung, aber da dieses Gerät nicht mehr verfügbar war, habe ich mich für die L Variante entschieden. Mit 5,5 Kg ist er kein Leichtgewicht und auch die Abmessungen sind mit 330 x 330 x 120 (L x B x H) nicht zu verachten. Er kann sehr verlustfrei zwischen 1,8 und 30 MHz anpassen, wobei er Leistungen im abgestimmten Zustand von 2 KW PEP Händeln kann. Die Anschlussmöglichkeiten sind sehr umfangreich. So steht ein Anschluss für Zweidrahtleitung, einer für Langdraht und zwei Anschlüsse für Koaxialkabel zur Verfügung.

Bisher konnte ich den Tuner nur mit 100W testen. So viel vorweg, ich bin begeistert. Zuerst das Finish, der Tuner hat eine tolle Optik und ist liebevoll aufgebaut. Insbesondere das Fenster des Zählwerkes der Rollspule beeindruckt. Die Schalter und die Rollspule sind schwergängig, dies ist allerdings den Bauteilen geschuldet, welche aus dem Surplus Bereich stammen. Im Vergleich hierzu ist ein Palstar deutlich mehr "Smooth" in der Bedienung. Allerdings kostet dieser deutlich mehr und russisches Surplus ist für seine Langlebigkeit bekannt. Die Schaltung und der Aufbau erinnern sehr stark an den Ten Tec 238C, einem Luxus Tuner der 2KW Klasse für 800$ in den USA.

Aufgrund des genauen Zählwerkes und der sehr feinen Einteilung der C Stellung lassen sich einmal ermittelte Einstellungen kinderleicht und schnell wiederfinden. Am Anfang ist die Abstimmung ungewohnt, doch mit etwas Übung geht es richtig gut. Derzeit passt der Tuner eine Deltaloop mit 41m Umfang in zwei Windungen, die 30cm auseinanderliegen, an. Bis 80m hinab lässt sich die reflektierte Leistung überall auf 0W begrenzen, traut man der als akkurat geltenden SWR Brücke des Flexradio 5000.

Auch scheint der DU-1500 L sehr verlustfrei zu arbeiten. Momentan nutze ich ein Flexradio 1500 mit 100 bis 200mW im WSPR Modus. Da ich keine reflektierte Leistung habe, geht die gesamte Minimalleistung an die Antenne (abgesehen von Kabelverlusten etc.) Dies bescherte mir bereits eine Zweiwegeverbindung in die USA zu KC9NBV in der Nähe von Indianapolis. Die Sendeleistung betrug auf meiner Seite 150 mW. Mit einem Yaesu FC102 gelang mir eine solche Verbindung im Parallel Tests nicht. Insofern 1:0 für den DU und Lob an HA8DU!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Chris!

Bei mir ist es grad genau das Gleiche.. ;)
Ich habe mir vor kurzem einen gebrauchten MFJ-Tuner besorgt und habe nun die HFLA700Q im Auge...
Als Ansteuerung soll mein IC-703 dienen.
Zuerst hatte ich ueber die bekannten RM Italy Geraete (HLA-300 / 150)gegruebelt, bin aber zu dem Entschluss gelangt das dies nicht wirklich eine solide Loesung darstellen kann...
Auf der Suche nach Erfahrungsberichten mit den Rfpower-endstufen habe ich bis jetzt leider nur deinen fragenden Post gefunden.

Vy 73 Christian DC6CO

DM5HF hat gesagt…

Hallo Christian,
für den 703 ist das sicher ein toller Verstärker. Allerdings nutze ich selbst für mein Flexradio 1500 eine HLA 150 und bin damit sehr zufrieden. Die PA produziert saubere 90 Watt, dass reicht mir. Auch die 300er wird saubere, annähernd 300 Watt erzielen. Vom Preis/Leistungsverhältnis sind die Verstärker kaum schlagbar, sofern man die grundsätzliche Problematik von 12 Volt Verstärkern nicht weiter betrachtet. Sobald ich die HVLA habe, werde ich berichten!

73 Chris, DM5HF