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Log of DM5HF

Dienstag, 5. Mai 2020

Der Fuchskreis als Portabel - Antenne mit 100 Watt Belastbarkeit

Der Fuchskreis ist eine der ältesten Anpassungsformen für endgespeißte Drahtantennen, die eine halbe Wellenlänge oder dessen Vielfaches aufweisen. Auch in Rothammels Antennenbuch finden sich sehr gute Hinweise darauf, welche Kapazitäten und Induktivitäten für die einzelnen Bänder erforderlich sind. 

Probeaufbau im Garten
Mir persönlich war es wichtig, eine kompakte Lösung zu erschaffen, die einerseits 100 Watt Sendeleistung zulässt und andererseits gut transportierbar ist. Letztlich habe ich mich zugunsten der Güte gegen eine zu kleine Spule und damit gegen ein sehr kleines Packmaß entschieden.

Im Ergebnis bin ich zu diesem Aufbau gelangt:

Der Aufbau ist simpel, paralleles C zu einem L, Draht- und Kabelanschluss

Oben links befindet sich eine Büschel Stecker Buchse, um den Draht anzuschließen. Direkt darunter habe ich eine Spule aus 3,5mm Installationsdraht gewickelt (Wickelköper 50mm Durchmesser, Drahtlänge 5m). Die Spule ist wie ein Federbein, sodass sich diese Denen ohne zu verbiegen lässt. Damit habe ich diese auch ein 45mm HT Rohr gebracht und oben wie unten mit Messingschrauben und Lötösen verschraubt. Für die Abgriffe auf der Spule mittels Krokodilklemmen besteht somit ausreichend Platz.

Drahtanschluss mittels Büschel Stecker

Spule und PL Buchse

Oberer Spulenteil


Abgriff auf der Spule

Parallel zur Spule ist ein Kondensator geschaltet, der etwa 350 pF Kapazität besitzt. Damit ist dieser Schwingkreis für Resonanzen von 80 bis 10m ausgelegt. Der DrehKo stammt von Schubert Gehäuse und ist als qualitativ hochwertiger Bausatz verfügbar.

Der DrehKo und der Kabelbinder zur Befestigung am Mast

Im unteren Teil habe ich eine PL Buchse montiert, an welche IMMER zuerst eine Mantelwellensperre anzuschließen ist. Der Aufbau benötigt schließlich kein Gegengewicht, was für portable Zwecke besonders einfach ist.

Mit dem Drehrad an der rechten Seite kann die Kapazität des Kondensators eingestellt werden. 

Das Abstimmrad für den DrehKo
Der Betrieb des Aufbaus ist recht simpel. Je nachdem was ich vor habe, verfüge ich im Gehäuse, das zugleich als Zubehör Transportbox dient (Eurobox, NextGen Economy, Griffe geschlossen, 400 x 300 x 120 mm, 4 Euro) über einen Draht von 10m, 20m, 40m und 80m Länge. 

Ready!

Und nun mit Deckel, der mit Clipsen befestigt wird
Als Mast nutze ich entweder eine kurze Stipprute von 6m Länge oder einen 13,5m Mast von DX-Wire. Die Box besitzt rückseitig einen wiederverschließbaren Kabelbinder und kann damit sicher am Mast befestigt werden. Die Höhe kann komfortabel gewählt werden, um die Band Einstellungen vorzunehmen. Den überschüssigen Draht spanne ich in die umliegende Vegetation ab.

13,5 Mast, Stipprute am Wasser als Abspannung und 20m Draht in der Luft, was für 40m bis 10m reicht
Für die Ermittlung der Resonanz auf dem jeweiligen Band habe ich zunächst die Abgriffe mit einem Antennenanalyser ermittelt und im Handy, was zugleich als Log fungiert und eh dabei ist, abgespeichert. Die Resonanzen sind leicht zu finden, zunächst kann man sich auch an der Lautstärke des Rauschens orientieren, dann ist man beim lautesten Rauschen meist schon bei einem SWR von besser 5 angelangt. Das Feintuning des Kondensators erfolgt am besten über ein eingebautes SWR Meter am Transceiver.

SWR auf 20m - nicht all zu spitz (Span ist +/- 5 MHz!), damit ist ein Band ohne Nachstimmen komplett nutzbar

Was die Performance anbelangt, so bin ich sehr zufrieden. Die Antenne hat mir bereits schöne SSB Verbindungen auf allen Bändern von 80m bis 10m ermöglicht. In der Regel kann man jede Station arbeiten, die man mit S5 hört. Das Beste bisher war einen QRP Station aus England, die mich mit 3W anrief und mit welcher ich einige Minuten unterbrechungsfrei sprechen konnte. Auch auf 80m habe ich sehr gute Rapporte erhalten. Bewährt hat sich in meinen Augen stets eine Drahtlänge von 1 Lambda auf dem jeweiligen Band (für 20m also 20m Draht). Meines Erachtens bringt diese noch etwas mehr, als die klassische Halbwelle.





Paradan Antenna Disconnect - Blitzschutz für die Antennenanlage

Viele Amateurfunkstationen haben einiges an Geld gekostet, sodass auch das Thema Blitzschutz ein nicht ganz unwesentlicher Teil unseres Hobbys sein sollte. Der Klassiker besteht darin, neben einer vernünftigen Erdung eine Ableitung von Überspannungen sicherzustellen.

Ich habe mich für die Lösung von Paradan entschieden, da diese nicht nur die Seele des Koaxialkabels elektromechanisch trennt, sondern auch den Schirm. Paradan nutzt hierzu 2 Relais, welche die Antenne komplett trennen. Im Trennungsfall werden sowohl Mittelleiter als auch Schirmung auf eine vorhandene Erde gleitet.

Die Verpackung


Der Lieferumfang - sogar mit Powerpoles, aber bei 125 Euro... da darf das gerne so sein

Geschaltet werden diese Relais über eine einfache 12V Zuleitung. Liegt Spannung an, dann schalten die Relais durch, wird die Spannung ausgeschaltet, leiten die Relais auf die Erde. Im Zuge meiner Stationsautomatisierung werden die Relais mit Power On der gesamten Station geschaltet. Insgesamt nutze ich 3 dieser Relais, die bei Wimo bezogen werden können.


Ein Blick ins Innere

Die Anschlüsse

Der besagte Kontaktabstand

Sicher ist diese Lösung einfallsreich, aber aufgrund des Abstandes der Relaiskontakte zueinander bleibt letztlich die Frage, ob der kleine Abstand einen direkten Einschlag und damit den Überschlag vermeiden kann. Ich denke diese Skepsis ist angebracht, dennoch halte ich die Lösung für einen guten Ansatz.

Sonntag, 19. Januar 2020

Transverter aus der Ukraine speziell für Flexradio 6600/6400

Nachdem ich in den vergangenen Jahren schon mit den ukrainischen Transvertern experimentiert hatte, bestand für mich immer das Problem, dass diese in den HF Zweig eingeschleift werden mussten und nicht mit dem Transverter Port nutzbar waren. 

Diesen Umstand hat UR3LMZ nun weiterentwickelt und die Platine, die aus dem Projekt entstanden ist, kann sich meiner Meinung nach sehen lassen:

Das Alugehäuse gab es für 12 Euro aus Shenzen, die Platine misst 90x50mm ohne Buchsen
Die Platine benötigt keinen Abgleich und kann plug and play verwendet werden. Zu beachten ist, dass nicht mehr als 15 mW Input seitens des Transverter Ports auf das Board gegeben werden. Ich erreiche bereits mit der knappen Hälfte die maximalen 12 Watt Output. 

Die Installation des Boards ist relativ einfach:


Bild: https://www.ebay.de/itm/144mhz-to-28mhz-Transverter-HD-for-FLEX-RADIO-VHF-15-W-2m-band-converter/254447041726?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2648 

Im Transverter Menü von SmartSDR habe ich folgende Einstellungen vorgenommen:



Wichtig ist natürlich auch, im Anschluss die richtigen Antennen Anschlüsse auszuwählen. Ich setze auf den Transverter Port A:


Der aus meiner Sicht einzige Nachteil des Transverters liegt im Frequenzdrift. Dieser ist bei 12W Output erheblich, weswegen ich den TRV nur mit 1-3 W betreibe, was sicher auch zu einem besseren IMD Verhalten führt, das konstruktionsbedingt ohnehin einen Kompromiss darstellt. Mit der niedrigen Ausgangsleistung ist der Drift dann ok, wobei ich mir dennoch Gedanken mache, einen 116 MHz TCXO nachzurüsten.

Unter dem Lüfter befindet sich ein kleiner Kühlkörper. Die Montage ist unbedingt mit Wärmeleitpaste auszuführen.
Die Unterseite
Was mir besonders gut gefällt ist, dass ich nun per Fullduplex 2m Funk hören kann, während ich auf 40m FT8 funke. Das finde ich schon genial:

Knapp 90W TX FT8 und gleichzeitig 2m VHF

Der Transverter kann bei eBay beim Verkäufer andreyfan erworben werden. Der Versand benötigt knapp 14 Tage und eine Verzollung war nicht notwendig

Samstag, 4. Januar 2020

160m Sloper mit 15m Länge

Auf 160m QRV zu werden ist nicht sonderlich leicht, wenn das eigene Grundstück keine 1.000 Quadratmeter aufweist. Aus diesem Grund ist die einzige Option, mit entsprechenden (verlustbehafteten) Verkürzungen zu arbeiten. Um die Verluste in Grenzen zu halten, hat sich DK6ED  hinreichend Gedanken gemacht und seine Erfahrungen im Funkamateur 12/19 publiziert.

Da ich einen Hummeltower mit Beam im Garten habe, ging es für mich schnell daran, dem Bauvorschlag zu folgen. Die Antenne ist sehr einfach nachzubauen:

Das Speisekabel wird am Mast bis unter den Beam geführt
Die Antenne ist lediglich 15m lang und wird ca. 45 Grad vom Mast abgespannt. Die Richtung des Drahts kann eine Richtwirkung hervorbringen.
Der Mantel wird oben am Mast am Einspeisepunkt mit dem Mast leitend verbunden
Hier zu sehen ist der Anschluss des Antennenkabels über eine Mantelwellensperre von DX Wire
Danach habe ich das erste 10,2m (+1m für die Abstimmung) lange Drahtteilstück gebaut. Dieses habe ich nicht aus Einzeldraht, sondern aus 3 Drähten angefertigt, um die Bandbreite der Antenne etwas zu erhöhen. Als Spreizer habe ich 50mm Marley Rohr genutzt.
Die Spreizer sind simpel, lediglich 2 Bohrungen im Drahtdurchmesser sind erforderlich, damit die Spreizer nicht rutschen.
Nun kommt der spannende Teil der Arbeit, da eine mächtige Spule mit 218 micro Henry zu wickeln ist. Auf einem 50er Rohr kommen da einige Windungen zusammen. Beachtet werden muss, dass die Messung der Spule in der Luft erfolgen muss und diese nicht auf dem Erdboden liegen darf. Die Messwerte gehen sonst jeweils stark auseinander. 
Der Analyzer FA VA-5 eignet sich für derartige Messungen hervorragend.
Nachdem die Spule erstellt ist, geht es daran, das untere Drahtstück anzufertigen, was ich wiederum mit 3 Drähten und Spreizen realisiert habe.
Der Knoten am Ende kann gelöst werden, um die Antenne auf das optimale SWR zu trimmen.
Nun ist die Antenne fertig und kann aufgegangen werden. Das Ende der Antenne befindet sich etwas 3m über dem Erdboden. Da ich die Drähte einen Meter zu lang gelassen habe, lag der Dip bei der ersten Messung bei 1,6 MHz. Durch gefühlvolles Verkürzen bin ich nun bei trockenem Wetter bei 1.850 MHz SWR Minimum und bei Regen bei knapp 2 MHz. 

Empfehlenswert ist es in jedem Fall, noch 3 ca. 15m lange Radiale am Fußpunkt des Mastes zu montieren und auf dem Boden auszulegen. Davon profitieren SWR und Bandbreite (zumindest bei mir) enorm.

Der KAT 500 von Elecraft tunt die Antenne über das ganze Band, sodass die PA entsprechend betrieben werden kann. Bis 500W SSB hält die Spule, mehr habe ich nicht getestet.
On the Air
Der Einsatzzweck der Antenne liegt für mich hauptsächlich in FT8 Low Power. Ohne Probleme habe ich bereits Entfernungen bis nach Japan (Obacht Splitbetrieb!) überbrücken können, weswegen ich an dieser Stelle DK6ED nochmals für den tollen Beitrag im Funkamateur danke.








Sonntag, 11. August 2019

FT8 Remote mit Flexradio 6600 und Googles Remote Desktop App

Das Flexradio mit SmartSDR eignet sich wirklichgut für Remote Betrieb, der nicht viel Aufwand erfordert. Eine tolle Ergänzung ist dabei Googles Remote Desktop App, die im Browser Chrome als Ad On geladen werden kann. Im Gegensatz zuTeamViewer ist die App nicht nur kostenfrei, sondern lässt sich deutlich einfacher am Tablet steuern. Mit der iPad App kann ich so meine gesamte Station fernsteuern, was besonders mit FT8 Freude bereitet. vergangene Woche war ich mit der Bahn unterwegs und konnte etliche Kontakte loggen.

https://drive.google.com/uc?export=view&id=1Q6bTZTb4lL3COyKsPWtr6mFMTb3OR0We

Sowohl das Flex als auch die PA lassen sich optimal mit DDUTIL v4 steuern. Damit ist von unterwegs jederzeit DX Verkehr auch als Big Gun möglich.


https://drive.google.com/uc?export=view&id=1T5UrFryVIUCG_WXbVWNTzIYra7GS1CgS





Sonntag, 16. Juni 2019

Der neue Vesseltracker AIS Webserver - VT5164

Die Empfänger von Vesseltracker eignen sich sehr gut zur lokalen Beobachtung der aktuellen Bedingungen im 2m Band, da der Frequenzbereich von AIS nur wenige MHz von unserem 2m Band entfernt liegt. Die aktuelle Ausgabe des FUNKAMATEUR berichtet dazu.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1s1PJBeC7tkwZWA2mswuGLMP9RBzbMXe8
Nun war es soweit, dass Vesseltracker mich mit einem neuen RX samt Webserver bedacht hat. Das Gerät verfügt über einen leistungsfähigen AIS RX samt Raspberry Pi als Webserver in einem fast schon winzigen Gehäuse. Der Clou an dem neuen VT5164 ist, dass sich alle Baugruppen in einem Metallgehäuse befinden, was die Erdung des Geräts nun möglich macht. Die Geräte waren zuvor in einem Kunststoff Case, was nicht immer einen störungsfreien Betrieb sicherstellte.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1EBKsCJS7N22R5xhvFGcPj3FElWPpQoag
Insofern ergibt sich nun der Vorteil, dass insbesondere Funkamateure den Empfänger deutlich besser in die Station integrieren können und gleichzeitig kaum noch ein Aussteigen des Webservers bei Sendebetrieb zu befürchten müssen. Well done Vesseltracker!

Montag, 3. Juni 2019

Buddystick, Pacific Antennas PAC-12 und Super Antennas MP1

Portable Antennen sind tolle Begleiter für unterwegs. Leider sind die Produkte oftmals sehr teuer oder in Deutschland nur sehr schwer zu kaufen. Da mir das Konzept von Buddipole und der PAC 12 am besten gefiel, entschied ich mich, auf einen Selbstbau zu setzen.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1VnvyFvxHmBllKbicCKwOf4E8YHn5G7J-
Der Materialaufwand für eine 6m hohe Vertical beträgt ca. 50€ wenn man auf etwas hochwertige Bauteile setzt. Das Packmaß ist mit weniger als 60cm klein genug, um die Antenne entweder auf Flugreisen mitzunehmen oder auf dem Fahrrad zu transportieren.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1x_01yVjWq2zdwDtJaJ9oGgQCoF4nrESD
Die Bauteilliste:

• 6m Stipprute von Decathlon
• Sonnenschirmhalter von Hagebau
• Muffe HT Rohr 75mm mit 2 Kappen von Hagebau
• Blanker Draht 0,75mm2 ca. 3,5m (abisolierter Erdungsdraht) von Hagebau
• Edelstahl Schrauben M5, Muttern und Flügelschrauben von Hagebau
• 2 Krokodilklemmen (alternativ Prüfklemmspitzen) von eBay
• 2 Strahler (40/20m = 4m und 15/10m = 2,2m) jeweils 0,75mm2 von Hagebau 
• 2 Jumper Kabel (40/20m = 1m und 15/10m = 5cm)
• PL Anschluss aus der Bastelkiste
• Mantelwellensperre optional

Der aufwendigste Bauschritt ist sicher die Spule. Die Rillen, damit der Draht nicht verrutscht, habe ich mit dem Dremel eingeschnitten. 
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1I2sdtCAlivDi2UvUArQJiGDh4hHXsiR1
Danach sind die Kappen mit dem Stufenbohrer unten auf 30mm und oben auf 28mm aufzubohren, damit die Spule auf der Stipprute später an der richtigen Stelle saugend sitzt. Alles weitere dürfte sich aus den Bildern erklären.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1o5ILvSB08JxpuSCF83_BOGbhk5CRlPfr
Der Aufbau ist einfach. Steht die Vertical, so ist die Abstimmung erst über das Radial vorzunehmen. Dieses ist 12m lang und wird für das jeweilige Band auf ca. ¼ Lambda von einer Haspel abgerollt. Das Radial sollte von der Vertical schräg nach oben abgespannt werden, sodass sich die Haspel auf ca. 1,5 bis 2m Höhe befindet (wieder verschließbare Kabelbinder direkt am Baum gehen gut). Danach wird mit der Krokodilklemme, die am Strahler befestigt ist, das Rauschmaximum gesucht. Das SWR liegt dort bei ca. 1,2 bis 1,4. Die Punkte auf der Spule fotografiert man sich pro Band am besten mit dem Handy. Die Abrollmarkierungen für das Radial setzt man am besten mit kleinen Kabelbindern. Trotz großer Bedenken ist die Wiederkehrgenauigkeit zu den einzelnen Bändern wirklich verblüffend.
https://drive.google.com/uc?export=view&id=11vNWJXTVs9FSQgstfPyMuuaUOwrzaC_w
Wichtig für den Betrieb ist, dass die Antenne ins freie Feld muss. 3m neben der Hauswand klingen die Bänder wie ausgestorben. KE0OG hat hierzu ein eindrucksvolles Video gedreht, dessen Ergebnis ich nur bestätigen kann:

Und wie ist die Performance im Allgemeinen? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit 100W alle Stationen in SSB arbeiten kann, die ich mit 55 RST hören konnte. Life klingt das so mit dieser Antenne:

Die Station:
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1T77Fd6wPfHOMnVy-Yiz94Uixg0cUedjV
100 Watt und alles auf dem Fahrrad:
https://drive.google.com/uc?export=view&id=1Bv0HWjDvTNdfrRO8zO7a8RTcwojyOdMT


Dienstag, 29. Januar 2019

Remote Operation mit Flexradio 6600, Elecraft KAT und KPA500

Das Thema Remote Operation war für mich das entscheidende Kriterium, mich wieder in der Flexradio Welt einzufinden. Auf den nachfolgenden Zeilen möchte ich die Interaktion der einzelnen Baugruppen darstellen und deren Funktion schlaglichtartig erklären.
Zunächst einmal stelle ich die Station in einem Schaubild dar, aus welchem alle Verbindungen der einzelnen Baugruppen zueinander hervorgehen. Unter dem Bild folgen dann die Erklärungen zur einzelnen Baugruppe und schließlich ein Ablaufplan, wie die Station aus der Ferne gestartet wird.

Vergrößern? Bitte klicken
230 Volt Netz
  • Stellt die Spannungsversorgung sicher
Netzteil Maas SPA-8230
  • 22A Dauerlast bei 12 Volt 
  • Versorgung aller 12 Volt Verbraucher
    https://www.maas-elektronik.com/data/shop/img/1484_01.jpg
Fritz!DECT 210 
  • Steckdose, die per DECT Netz an die Fritzbox 7490 kabellos gekoppelt ist 
  • Durchgangsleistung 3.500 Watt 
  • Dahinter befindet sich eine große Steckdosenleiste, um die einzelnen 230 Volt Verbraucher zu versorgen
    https://avm.de/fileadmin/user_upload/Global/Produkte/FRITZDECT/210/fritzdect_210_left_de_640x600.png
Lenovo X240
  • I5 CPU mit 8GB RAM und 256 GB SSD
  • Stationsnotebook auf Dockingstation
  • Sowohl Stationsrechner als auch Portabelgerät für Remote
  • Verbindung per LAN zu allem Stationszubehör
    https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41StdvOwZxL._SX425_.jpg
Flexradio 6600
  • Amateurfunk Transceiver bzw. Server
  • 100 Watt RF Output mit Antenna Tuner
  • Verbindung per LAN
    https://flexradio.com/wp-content/uploads/2017/11/6600-300x225.png
ETH002
  • Platine mit 2 Relais, die per LAN gesteuert werden können
  • Integrierter Webserver, der per App (iOS/Android) oder aus dem Browser ferngeschaltet werden kann
  • Verbindung per LAN
    https://cdn.antratek.nl/media/product/bfa/case-for-the-eth002-943.png
SPID Pant8
  • Fernbedienbarer Antennenschalter für 8 Antennen, der am Mast befestigt ist
  • Per USB steuerbares Bedienteil in der Station
  • USB Kabel führt in den USB Webserver Exsys EX-6002
    https://www.wimo.com/bilder/18085_control-unit.jpg


Elecraft KAT500
  • Antennentuner, der SWR 10:1 bis 500 Watt RF und SWR 3:1 bis 1.500 Watt  anpassen kann
  • USB Kabel führt in den USB Webserver Exsys EX-6002
    http://cdn.shopify.com/s/files/1/2029/4979/products/kat500_inside_500_1024x1024.jpg?v=1536760566
Elecraft KPA500
  • 500 Watt RF Endstufe, die kurzzeitig bis zu 700 Watt emittieren kann
  • RS232 zu USB Adapterkabel führt in den USB Webserver Exsys EX-6002
    https://cdn.shopify.com/s/files/1/2029/4979/products/KPA500-front-product_530x@2x.jpg?v=1536758231
Yaesu G1000
  • Rotor am Mast
  • Steuergerät in der Station mit ERC Mini nachgerüstet und damit USB fähig
  • USB Kabel führt in den USB Webserver Exsys EX-6002
    https://www.yaesu.com/ProductImages/G-1000DXA_thumb.jpg
Logilink 8Port
  • LAN Switch für 8 Geräte
  • Verbindet Lenovo, Flexradio, ETH002, Exsys mit FritzRepeater1750e
    https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTsAA95lsapmtup_BRsvBd75nWobzVZxOpXEfAosm-JApk79VSX
Exsys EX-6002
  • USB Webserver, der bis zu 4 USB Geräte netzwerkfähig macht
  • LAN Anschluss führt auf Logilink 8Port
    http://www.exsys.de/media/images/org/EX-6002.jpg
FritzRepeater 1750e
  • Stellt die Verbindung von der Fritzbox 7490 im Erdgeschoss in das 2. OG per WLAN sicher
    https://avm.de/fileadmin/user_upload/DE/Aktuelles/2014/cebit_thema_fritzwlan_repeater_1750e.jpg
FritzBox 7490
  • Bildet gemeinsam mit dem FritzRepeater das hausinterne WLAN
  • Stellt die Verbindung zum Internet her
  • Gewährt Zugriff über das Internet für alle netzwerkfähigen Komponenten der Station (Port Forwarding) per WLAN: Flexradio 6600, Exsys EX-6002, ETH002
  • Gewährt Zugriff über das Internet per FritzApp für Fritz!DECT210 um die Station einzuschalten (230 Volt)
    https://avm.de/fileadmin/user_upload/Global/Produkte/FRITZBox/7490/fritzbox_7490_front_de_800x350.png

Wie funktioniert der Fernzugriff auf die Amateurfunkstation?

  1. Zunächst wird per FritzApp die Fritz!DECT 210 aktiviert, damit die Stromversorgung der Station eingeschaltet ist
  2. Als nächstes wird per ETH002 App oder aus dem Browser heraus das Relais 1 aktiviert, welches den Remote Power On Eingang des Flexradio 6600 aktiviert. Hierdurch bootet das Flexradio einige Sekunden, bis es betriebsbereit ist 
  3. Nun wird am Remote PC SmartSDR gestartet, per Autostart startet in diesem Moment auch der Exsys EX-6002, damit aus der Ferne auf alle USB Geräte zugegriffen werden kann 
  4. Anschließend erfolgt der Start von DDUtil. Dieses Programm stellt zuverlässig die Verbindung zwischen SmartSDR und Elecrafts KPA und KAT 500 her. Per DDUtil lassen sich sowohl die Endstufe als auch der Tuner ein-/ausschalten und umfassend bedienen (Standby/Operate, Tune, Antennenumschaltung) 
  5. Nun wird PSTRotator gestartet, welches per Fernzugriff die Drehung des Rotors am Mast ermöglicht 
  6. Zuletzt folgt der Start der PAnt8 Software von Spid, um auch die Antennen am Mast umschalten zu können
Und nun kann aus der Ferne ausgiebig dem Funkbetrieb nachgegangen werden!