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Log of DM5HF

Sonntag, 24. August 2025

Hextenna von Alpha-Antennas - Director statt Reflektor bringt die Lösung

Nachdem ich die ersten Gehversuche mit der Hextenna unternommen habe, stellte sich heraus, dass die Strahler-Reflektor-Kombination aus der Bedienungsanleitung sehr anspruchsvoll in der Abstimmung ist.

Nachdem sich zunächst keine Lösung fand, probierte ich einfach einmal etwas anderes aus - nämlich, die Strahler-Direktor-Kombination. Diese Kombination funktionierte tatsächlich nahezu auf Anhieb. 

Dabei können die Werte der Strahler aus dem Manual übernommen werden. Für den Direktor werden bei den Längen lediglich 4% abgezogen. Mit etwas Einmessen im Garten hatte ich so an einem Nachmittag schnell die perfekten Längen ausgemessen. 

Bei diesem Testaufbau war es mir zudem wichtig, die Längen so zu messen, dass der Bandwechsel im Feld beschleunigt wird - Längen über 5m präzise auf der Wiese zu messen, ist eben doch spaß-befreit. Also habe ich schließlich nach dem Einmessen die Anzahl der voll ausgezogenen Elemente gezählt und das letzte Teleskop an der Spitze in der Länge gemessen. 

Das Ergebnis ist nun einlaminiert und sicher in meiner Tasche verpackt - schaut aber so aus:

Die Werte Driven und Director sind in Meter gemessen, nicht in cm ;-). In den letzten beiden Spalten finden sich die Längen des letzten Teleskops und mit den Spalten davor sind nur die voll-ausgezogenen Elemente auf die entsprechende Anzahl abzuzählen. 

Am Mast schaut das Ganze schließlich auch ganz nett aus. Das Direktor-Element trägt den Hextenna-Plug, der beide Teleskope elektrisch miteinander verbindet:


Auch habe ich die schwarzen Boxen nun fest mit dem Boom verschraubt, damit diese sich nicht mehr verdrehen. Werksseitig von Alpha war die Montage leider nicht sonderlich verdrehsicher.

Als Masthöhe habe ich heute nur 8m Höhe bewerkstelligen können, da der Wind so stark blies und die Windangriffs-Fläche der Hextenna nicht zu unterschätzen ist.


Wichtig ist immer beim Aufbau, erst die Abspannung zu monieren - dann bleiben auch böse Überraschungen erspart.

Mit der Antenne arbeite ich übrigens gerade eine Menge US-Stationen, während ich dieses Blog schreibe...







Montag, 11. August 2025

JPC-7 Antenne auf 40m - OZ/DM5HF/p

Insbesondere im Urlaub zeichnet sich der Antennenbaukasten von Chelegance aufgrund des sehr kleinen Packmaßes in besonderer Weise aus. Gerne kombiniere ich die Teile der JPC-7
  • Mastaufnahme mit Spigot
  • Rotary Wings
mit den Teleskoparmen der MC-599, welche fast 5,4m messen und eingravierte Bandmarkierungen von 10 - 20m aufweisen.

Am Strand von Havenbjerg habe ich diesen Aufbau gestern auf 40m erstmalig genutzt.


Als Mast habe ich wiederum den 6m langen PowerPole aus Italien verwendet, der auf der Anhängerkupplung befestigt wurde.

Da ich portabel auch gerne etwas Leistung verwende, nutze ich stets den 1:1 Balun von Spiderbeam. Dieser lässt sich gut an einer Spigot Doppelmuffe befestigen, über welche die Mastaufnahme realisiert wurde.


Die Schiebeclips auf den Spulen bringen etwa bei Mittelstellung beidseitig ein sehr gutes SWR von bis zu 1,1. Die Teleskope habe ich beidseitig auf die 20m Marke ausgezogen, wodurch sich 2 x 5m Teleskop + Spule ergeben.


Da der Wind recht stark wehte, spannte ich den Mast an der Dachreling ab, was bei der nicht unwesentlichen Windlast der Antenne für gute Stabilität sorgte. Die Abspannteller sind übrigens auch von Spiderbeam und passen sehr gut zum PowerPole.


Ehrlicherweise war ich aufgrund der Verkürzung skeptisch, ob dieser Aufbau zu guten Signalen führen würde. Ein K Index von 4 - 5 bei entsprechend unruhigem Band sorgten bei mir für überschaubare Erwartungen...

... doch diese Sorge war unbegründet! Bereits nach wenigen Minuten füllte sich das Log in Windeseile mit Stationen aus ganz Deutschland. Die Endstufe ließ ich aufgrund der Schiebeclips bei etwas über 500W Output, da ich mir unsicher war, wie stark die etwaige Verlustwärme die Spulenkörper aus Kunststoff angreifen würde.

Nach 2h Betrieb bei 500W konnte ich zumindest beim Abbau keine Wärmeentwicklung feststellen, sodass sicher auch ein paar Watt mehr möglich wären.


Amateurfunk in der freien Natur mit Blick auf den Kleinen Belt hat schon etwas :-)

Freitag, 8. August 2025

OZ/DM5HF/p aus Nordborg

Diese Mal führte mich der Weg auf die Insel Als, die von den Städten Nordborg und Sonderborg dominiert wird. Landschaftlich ist auch dieser Teil Dänemarks sehr reizvoll, weswegen es galt, auch hier Amateurfunk und Natur zu verbinden. 


Das eingesetzte Equipment ist auf den ersten Blick etwas überschaubarer als sonst, aber dennoch wirkungsvoll. 
  • Antenne: Chelegance MC599 - Teleskop-Dipol von 20m - 10m
    • modifiziert mit einem 1:1 Spiderbeam Balun für 1KW Leistung
  • Mast: PowerPole aus der italienischen Hamradio-Boutique - 6m lang
  • Aufnahme: DL6EN Mastmontage für Anhängerkupplung

Im Auto nutze ich:

  • TRX: Yaesu FT710 im Armoloq Case (alles Zubehör ist daran montiert...)
    • Heil BM17 mit dynamischer Kapsel - unschlagbar mit dem interneren EQ
  • PA: SPE Expert 1.5k
  • PC: MacBook Air M4
    • Steuersoftware FT-Control von Marcus Roskosch
    • RumLog zum Loggen
    • SPE Expert Controller von G0RVM - steuert die Expert vom Mac aus
  • Strom: Anker F2000 PowerStation



G0RVM hat mit dem SPE Expert Controller ein tolles Programm geschrieben, das einwandfrei funktioniert und dafür sorgt, dass ich die PA mittels USB Kabel abgesetzt im Kofferraum steuern kann - das ist komfortabel! Link: SPE Expert Controller


Obwohl ich nur 1,5h Betrieb gemacht habe, fanden 60 QSOs auf 20m ins Log. Bemerkenswert waren die QSB behafteten Bedingungen, aber mit 800W Ausgangsleistung war doch mehr möglich, als zunächst erwartet. Das Highlight war zweifelsohne der Anruf von YB3RPS, der mich auf 14.303 MHz entdeckt hatte...


Sonntag, 1. Juni 2025

Alpha Antenna - HexTenna - ein 2-Element-Beam für VHF/UHF/HF mit Optionen für Dipol & Vertical

Mit meinem portablen HexBeam von Buddipole bin ich zwar sehr zufrieden, aber für "mal eben schnell" und Flugreisen habe ich noch etwas weiter recherchiert. Dabei stieß ich auf die HexTenna von Alpha Antennas. Mit einem extrem kleinen und wirklich beeindruckenden Packmaß bietet die HexTenna eine Dipol-, Vertical- und Yagi-Konstruktion, die von (40) 20-70cm problemlos abstimmbar ist.

Der erste Aufbau im Feld führte mich auf 6m, da die Bedingungen hier ganz ordentlich waren.

Da die HexTenna über kein Anpassnetzwerk verfügt und die amerikanische Qualität so lala ist, habe ich einen Spiderbeam Ballon 1:1 ergänzt. Damit wird zudem das Strahler-Element gerade gehalten und gegen Verdrehen geschützt. 

In das Innenleben der HexTenna schaut man besser nicht - daher der Balun. Mit der Klemmkonstruktion meint Alpha Antennas 1,5 kW Sendeleistung nutzen zu können. Naja, ich traue dieser Aussage nicht so sehr...bedenkt man nur das Thema Mantelwellen und die in der Regel schlechte Erdung bei portablen Betrieb.

Im heimischen Garten hatte ich vor dem ersten Feldversuch ein paar Probeaufbauten vorgenommen. Feststellbar war dabei, dass die HexTenna keine Bäume, Autos und Häuser in sehr dichtem Abstand mag. Das SWR lässt sich zwar mittels der Teleskop-Elemente auf ein Minimum reduzieren, aber die Längen sind dann fernab von jenen aus dem Manual.

Die Anleitung gibt sowohl metrische als auch zöllige Maße für die Teleskope vor. Um diese Abmessungen vorzunehmen, habe ich bei Stanley ein erstklassiges 8m Rollbandmaß gefunden.

Der Clou daran ist, dass sowohl eine metrische als auch eine zöllige Skala auf dem Bandmaß zu finden ist - klasse Stanley!

Ein weiterer Helfer ist meine Kabeltrommel mit Aircell 7, welche im Feld wirklich klasse funktioniert und auch QRO tauglich ist ;-)

Da ich den Strahler durch den Balun fixieren könnte, stellte sich nun die Frage, wie es mit dem Reflektor ausschaut. Hier habe ich zwei Bessey Klammern im Einsatz, damit der Reflektor sich nicht verdreht. Leicht, extrem stark und simpel - so mag ich das!

Auf 20m kann sich das SWR durchaus sehen lassen. Die Teleskope ermöglichen eine nahezu perfekte Abstimmung.

Nachdem ich den Aufbau heute erledigt hatte, habe ich natürlich auch ein paar QSOs geloggt. HF war bei dem hohen K-Index heute nahezu tot - auch bei 750W Output, aber 6m lief auf FT8 hervorragend. 200W Ausgangsleistung mittels SPE Expert und der Anker F2000 machten durchaus Freude, um diverse Verbindungen aus ganz Europa zu loggen.

Sonntag, 6. April 2025

OZ/DM5HF/p mit 1.000W Output aus dem Auto

Wie fast immer in der Zwischen-Jahreszeit hat es uns auch dieses Jahr wieder nach Dänemark gezogen. Im Naturschutzgebiet von Skalingen habe ich bereits im vergangenen Jahr ein tolles Plätzchen ausfindig gemacht, an dem ich ungestört meinen Buddipole Hexbeam aufrichten kann. So lassen sich dort nur sehr wenige Passanten sehen und anstatt Nachfragen über die vermeintliche Wäschespinne zu beantworten, lässt sich die Zeit bestens in QSOs investieren. 


In der Abenddämmerung des heutigen Tages ragt der Buddihex auf knapp 8 Metern Höhe. 

Doch erst einmal muss die vorkonfigurierte Station aufgebaut werden. Im Detail heißt das, den Yaesu FT-710 mit der SPE Expert 1.5k FA zu verbinden. Erfreulicherweise ist das SWR des Buddihex sehr gering, sodass der interne ATU der PA fast überflüssig ist.

Wenn dann alles fertig ist, geht schon etwas... Mit 1 kW HF portabel - das war ein lang gehegter Traum. 


Geloggt wird bei mir am Macbook, auf dem auch die FT-Control App von Markus Roskosch installiert ist. Das RumLog und die Yaesu App arbeiten dabei hervorragend zusammen, sodass es Freude macht, mit dieser Software zu arbeiten.


Unter der Mac geht es natürlich weiter. Da steht er nun, der FT-710, auf seinem Leistungsverstärker, der SPE Expert.


Allein Akku und PA reichen nicht ganz, daher musste auch noch die Antenne aufgebaut werden. Mit dem Manfrotto Stativ geht das Ganze in Windeseile und Buddipole lässt es zu, dass nur die Drähte montiert werden müssen, auf deren Bändern man auch Funken möchte.


Gewissermaßen das Herzstück der portablen QRO Station ist zweifelsohne der Anker Akku. Die Solix F2000 ist wirklich ein "Power Horse". Ich habe heute in 2,5h straffem QSO Betrieb 39% Akkuleistung verbraucht. Die Ausgangsleistung betrug mindestens 750 W und über eine Stunde lang sogar 1.000 W.


Mit diesem Aufbau gelangen in 2,5h 110 QSOs bei ehrlicherweise mäßigen Bedingungen. Auf 17m und 20m ging es am besten. Das Highlight des Tages war der Anruf von VK2GND. Mark aus Sydney hörte mich am späten Nachmittag auf 20m und es klappte mit 59 QSB.


Da sich gegen 18:30 Uhr zu dieser Jahreszeit langsam die Sonne senkt, entschloss ich mich, nach so vielen erfolgreichen QSOs wieder den Heimweg anzutreten. Wären die Bedingungen besser gewesen, wäre noch mehr drin gewesen, aber ich bin zufrieden :-)

Sonntag, 16. März 2025

Portabel mit 750 Watt - SPE Expert mit Yaesu FT-710 & Anker 767 Power House (Solix F2000)

Obwohl das Thermometer heute nur 7 Grad Celsius anzeigte, beschloss ich einen ersten /p Ausflug in 2025 zu unternehmen. Dabei ging es mir weniger um QSOs, sondern um einen besonderen Test. Noch nie zuvor war ich mit QRO portabel unterwegs, aber das hat sich mit heute geändert.


Meine SPE Expert 1.5k-FA fristete bis dato ausschließlich ihr Dasein im heimischen Shack. Portabel ist insofern eine Herausforderung, als das Felder und Wiesen in der Regel über keinen 230V Anschluss verfügen... Was tun? Am besten löst sich das Ganze mit einer Powerstation. Nach Recherche vieler Testberichte bin ich bei der Anker 767 Power House hängen geblieben, die auch als Anker Solix F2000 vertrieben wird. Damit stehen mir 2.048 Wh zur Verfügung, die sich mittels eines Zusatzakkus auch noch verdoppeln lassen - Benzin-Stromerzeuger áde... Maximal kann die Anker 2.300W Wechselstromleistung bereitstellen, was durchaus sehenswert ist.


Doch bevor das erste QSO ins Log findet, gilt es aufzubauen. Hier ist der Umfang der 750W Portabel-Station zu sehen. Ziel war es, in 8m Höhe einen Rotary Dipole zum Funken zu nutzen.


Als Erstes empfiehlt es sich stets, den Mast ohne Antenne auszufahren und ordentlich abzuspannen.




Wenn dieser Schritt erfolgt ist und der Mast sogar noch gerade steht, kann die Antenne aufgesetzt werden. Hier im Bild habe ich die Chelegance MC-599 auf das 10m Band justiert. Den originalen Balun verwende ich bei QRO nicht, da dieser "nur" mit 200W PEP belastbar ist.  


Um die SPE-Expert entsprechend aussteuern zu können, nutze ich den Yaesu FT-710 Field. Yaesu nennt das Gerät ohne den separaten Lautsprecher "Field"... nur ist meines Erachtens wenig Field dabei. Aus diesem Grund habe ich mir von Armoloq aus den USA ein recht praktisches Rack besorgt, an dem sich allerhand nützliche Sachen befestigen lassen. Beim Portabelbetrieb geht es mir stets darum, schnell QRV zu sein, weswegen ich es vermeide, vor Ort zu verkabeln. 


An dem Yaesu FT-710 bespreche ich ein Heil BM10 mit der HC5 Kapsel. Das Audio lässt sich mittels des parametrischer EQ hervorragend justieren, allerdings ist das BM10 nicht so qualitativ hochwertig im Vergleich zum BM17. Letzteres habe ich leider nur mit Ic Kapsel und mit einem dynamischen Element scheint es nicht mehr erhältlich zu sein.

Links zu sehen ist auch das SCU-LAN10, was mit dem kleinen TPLink Router die Verbindung zum iPad herstellt. Damit lässt sich dann auch unterwegs komfortabel loggen.


Hier ist nun die gesamte Station sichtbar, links im Fußraum der Anker Akku und auf dem umgeklappten Sitz stehen die Expert samt dem FT-710.


Wer eine Lampe benötigt, die einige Wochen lang leuchtet, kann sich natürlich auch eine Anker beschaffen, aber nein, diese 30 Kg schwere Box kann mehr. Neben der Expert, die am 230V Anschluss angeschlossen wird, lassen sich auch iPad und iPhone per USB-C und A laden. Etwas lästig sind die 12V Anschlüsse, die nur in der Kfz-Form ausgeführt sind. Jeder dieser beiden 12V Anschlüsse kann 10A bereitstellen, was bei einem 100W TRX dürftig ist. Vor diesem Hintergrund habe ich beide Anschlüsse parallel geschaltet und das funktioniert sehr gut. 


Eine Stunde flotter SSB Betrieb im "fast Contest-Stil" brauchen circa 14% Akkuleistung der Anker auf. Da ich selten mehr als 4h unterwegs bin, reicht mir das. Dennoch gäbe es ja den Zusatzakku und obendrein kann die Anker mit Solar parallel geladen werden. Eine iPhone App zeigt darüber hinaus alle relevanten Parameter an: 


Im Ergebnis kann ich feststellen, dass obwohl die CondX auf 17m bescheiden waren, mich Stationen aus den USA, Emiraten usw. anriefen. Und das, obwohl das Band leer war. Mittels PA lässt sich die knappe /p Zeit um Einiges aufwerten und ich bin bereits gespannt, diesen Aufbau für den portablen Hexbeam zu nutzen...

Sonntag, 2. März 2025

Yaesu FT-710 Field mit SCU-LAN10 & TPLink TL-WR902AC (Tragbarer AC750-WLAN-Router) zur Verbindung mit FT-Control

Nun klettern die Temperaturen kontinuierlich, sodass die Portabel-Saison 2025 bald starten kann. Hierzu habe ich mir in Ergänzung zu meinem Icom 705 den Yaesu FT-710 Field zugelegt, der preislich mittlerweile unter 1.000€ erworben werden kann. Einen derartig guten Empfänger für so kleines Geld zu kaufen, reizte mich dann doch, trotz vieler aber, aber, aber...


Im Vergleich zum Icom 705 bringt der Yaesu FT-710 bei entsprechend mehr Gewicht und höherem Stromverbrauch 100W Sendeleistung, sodass das Mitführen einer separaten PA entfällt. 

Doch die Konnektivität bei Yaesu ist nicht wirklich mit Blick auf den heutigen Stand der Technik gelungen. 

Bluetooth ist Fehlanzeige und eine Netzwerkverbindung lässt sich nur mittels der hochpreisigen SCU-LAN10 aufbauen. Zu dem nicht ganz schmalen Preis dieser Box kommt leider auch hinzu, dass diese nicht WLAN-fähig ist... (ich schreibe jetzt mal nicht, was ich dazu denke). Doch, mit etwas Aufwand ist fast alles möglich:


Für Portabel nutze ich seit einigen Jahren den TPLink AC750 Travel Router, der nur mit 5V per USB mit Strom versorgt wird. Da ich bei Portabel nicht noch eine 5V Stromquelle mitführen mag, musste also ein Adapter her. Bei Etsy fand sich die kleine Box links neben dem TPLink mit dem PowerPole Anschluss. Das gute Stück heißt "Anderson Powerpole Verteilerleiste mit 60Watt PD USB-C und USB-A Anschluss" und ist hier zu finden. Der Eingang ist auf PowerPole ausgelegt und am Ausgang stehen 2 PowerPole Anschlüsse neben jeweils einem USB C & USB A Anschluss zur Verfügung. Damit kommen wir nun ein Stück weiter und folgen dem Icom 705 in die 2020er Jahre...


Bevor sich die FT-Control App von Marcus Roskosch am iPad starten lässt, ist noch etwas Konfiguration notwendig. Marcus beschreibt in seinem Manual sehr detailliert, wie das SCU-LAN10 zu konfigurieren ist.


Verbindet man den TPLink per WLAN mit dem iPad, so hat dies den Nachteil, dass das iPad natürlich nicht ins Internet findet, da der TPLink autark arbeitet. Also weiter geht die Forschung weiter...


In der Konfiguration des TPLink lässt sich unter den WLAN Einstellungen das eigens kreierte WLAN "Hamnet" für die Verbindung des Yaesu FT-710 mit der FT-Control App mit dem Hotspot meines iPhones koppeln, das ich ohnehin immer mitführe. Hierdurch leitet der TPLink nun das mobile Internet in mein "Hamnet". So kann ich am iPad auch von unterwegs auf Cluster-Meldungen und real time logging zurückgreifen - das ist nun wirklich nett...


Zwar bietet die FT-Control App von Marcus ein Logbook, aber bei mir läuft die gesamte Station unter RumLog. Auch auf dem iPad ist diese App verfügbar. Mittels UDP Broadcast können in FT-Control geloggte QSOs (bei mir Port 2238) an RumLog in Echtzeit übertragen werden.


In RumLog muss natürlich ebenso der UDP Port 2238 hinterlegt werden, damit RumLog die QSO Daten von der FT-Control App empfängt. Das schöne ist, dass alle Portabel-QSOs direkt in meinem Hauptlog landen und dann direkt zu ClubLog geladen werden.


Ein Nachteil an RumLog am iPad ist jedoch, dass sich die App nur im Vollbild- und nicht im Splitscreen-Modus betreiben lässt. Im Ergebnis heißt das, entweder die FT-Control App oder Rumlog auf dem Display. Aber ein iPad ist ja bekanntlich ein iPad... Mittels des aktivierten Stagemanagers geht es schließlich doch, FT-Control und RumLog parallel zu betreiben. Beide Apps müssen schließlich aktiv im Vordergrund sein, damit der UDP-Broadcast funktioniert.


Ist man danach soweit, braucht es aus meiner Sicht auch einen VFO-Knopf für das iPad. Das CTR2-MIDI (Link) wird per Bluetooth mit dem iPad verbunden und erhält via USB C den erforderlichen Strom. Die FT-Control App unterstützt das CTR-Midi hervorragend und alle Tasten lassen sich individuell belegen.


Um Portabel nicht erst noch Verkabeln zu müssen, habe ich die erforderlichen Baugruppen mit Kabelbindern fixiert. Schön ist anders, aber praktisch ist die Lösung allemal. Zum Yaesu FT-710 geht letztlich nur der USB Stecker, um das SCU-LAN10 mit dem Transceiver zu verbinden.


Hier ist die Output-Seite mit den 2 PowerPole Paaren und den beiden USB Anschlüssen zu sehen.


Ein ingenieurmäßiges Meisterwerk seitens Yaesu ist zweifelsohne der DC-IN Anschluss des SCU-LAN10. Weder wird ein passender Hohlstecker mitgeliefert, noch ist dieser ohne Weiteres im WWW aufspürbar - wirklich ganz großes Kino, wahrscheinlich hat es einen Monat Entwicklungsarbeit gekostet, den am wenigsten verbreiteten Hohlstecker unter allen Zulieferern zu finden... Ich habe die SCU-LAN10 schließlich auseinander gebaut und die lästige Buchse gegen eine Cinch-Buchse getauscht, was problemlos passt:


Hier ist die Eingangsseite der Etsy Box zu sehen, deren Gehäuse in guter Qualität am 3D-Drucker entstand. Das Bild macht nicht den besten Eindruck von der Box, aber die Qualität passt wirklich.


So schaut es im betriebsfertigen Zustand aus:


Insgesamt war der Aufwand nicht gering, aber das Ergebnis lohnt. Nun kann der Yaesu FT-710 seinem Namen Field auch gerecht werden und ich freue mich bereits auf tolle Ausflüge in die Natur.